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Das Leben und Trainieren mit Corona

Einblick in eine körperbetonte Sportart ganz ohne Körperkontakt

 

Es ist Dienstag, der 2. Juni 2020 normalerweise würde heute die Vorbereitung zur neuen Saison starten. In Blaustein ist es Tradition, dass zum Trainingsauftakt Fußball gespielt wird und als Willkommensgruß die Abteilungsleitung eine Grillwurst oder Steak ausgibt. Das sah an besagtem Dienstag etwas anders aus: Gruppen von max. 10 Personen, Trainingsinhalte mit mind. 1,5 Meter Abstand, keine körperlichen Begrüßungsrituale, strenge Hygienevorschriften … Alles etwas „gewöhnungsbedürftig“. Und: auf die gemeinsame Auftaktveranstaltung mit Fußball und Grillwurst muss vorerst auch verzichtet werden.

„Wir haben die Spieler und Verantwortlichen über die aktuellen Regelungen informiert. Die Dokumentation der Trainingsteilnehmer, Wegleitsystem, Hygienemaßnahmen und und und. Das ist schon ein hoher Aufwand gewesen“, räumt Abteilungsleiter Joachim Gerstlauer ein. „Und alles, ohne zu wissen, wann der Ball wieder richtig rollen kann.“ Die Vorgaben, Regelungen und Fragebogen zur Teilnahmebestätigung an einem Training hat der Verein an alle Spieler verteilt und ist auch auf seiner Website zur Verfügung gestellt worden. „Natürlich steht bei uns der Schutz der Spieler im Vordergrund. Daher betritt Keiner mit Krankheitssymptomen die Halle“, ergänzt Jugendleiter Marc Schmid. „Eine Teilnahme am Trainingsbetrieb ist freiwillig und die Eltern müssen der Teilnahme schriftlich zustimmen. Was für alle Beteiligten natürlich ein hoher organisatorischer Aufwand bedeutet.“

 

Wie läuft die Vorbereitung für die 3. Liga Saison?

„Die Arbeiten für die neue Saison laufen bereits seit Ende vergangenen Jahres. Durch die Situation mit Corona ist allerdings auch die Suche nach potenziellen neuen Spielern schwieriger geworden. Nicht dass es bisher schon einfach war für die Ulmer Region Spieler zu finden“, so die Abteilungsleitung.Bisher kann der TSV mit zwei Neuzugängen aufwarten:
Hannes Baur (Bild links), Rückraumspieler vom Landesligisten SG Herbrechtingen-Bolheim und Lukas Mäußnest (Bild rechts), Kreisläufer vom letztjährigen Landesligaabsteiger HT Uhingen-Holzhausen.

Zusätzlich begleiten vier talentierte Perspektivspieler der JSG Blaustein-Söflingen die Vorbereitung der 3. Liga Mannschaft und können sich einen Platz im Kader sichern. Mit diesem Vorgehen bleibt sich der TSV Blaustein seiner Devise treu, Talente aus der Jugend zu fördern: Emilio Elze (LA, RM), Lars Fischer (LA), Felix Jaumann (TW), Daniel Schmid (Rückraum).

Der Trainingsplan ist auch während Corona straff: „Wir haben die ersten fünf Wochen im Juni und Juli geplant und das so getaktet, dass die Spieler Ausdauer und Krafttraining eigenverantwortlich bei unserem Partner der Olympia Fitness Group leisten. Dort bin ich als Sportwissenschaftler tätig und kann die Entwicklungen der Leistungen optimal betreuen. In den ersten beiden Wochen haben wir nur vier Handball-Trainings von maximal einer Stunde durchgeführt. In den darauffolgenden Wochen erhöhen wir das Pensum auf 1,25 Stunden Hallentraining. Die Belastungen sind jedoch weiter sehr gering. Uns geht es um die allgemeine Hallengewöhnung und sich wieder die Grundlagen des Handballspielens anzueignen. Jedoch ohne jeglichen Körperkontakt. Mit insgesamt acht Einheiten pro Woche in dieser ersten Phase wollen wir die Gesamtleistung der Spieler verbessern und präventiv agieren“, so Trainer Jan Behr.

Es folgen noch kurze ein- bis zweiwöchige Pausen, bevor es dann richtig in die Vorbereitung geht. Das wären dann auch die sechs Wochen Vorbereitung, die der DHB den Mannschaften zugesichert hat. „Wir hoffen, dass wir noch im Juli eine Aussage erhalten, wann die Aufnahme des Spielbetriebes angedacht ist. Wenn wir im Oktober starten, können wir den Jungs im Sommer etwas mehr frei geben. Wenn wir im September starten, ist das natürlich nicht möglich.“ beschreibt der Trainer die Komplexität der aktuellen Situation. „Bis dato haben sich Regelungen und Vorgaben wöchentlich geändert. Und die Kommunikation mit dem gesamten Team und den Jugendspielern, die die Vorbereitung bei uns im 3. Liga-Team mitmachen, läuft primär über WhatsApp oder Zoom. Das ist schon etwas seltsam“, fügt Co-Trainer Boris Fischer hinzu. „Für Besprechungen tragen wir einen Mund-Nasen-Schutz und auch die Begrüßungsrituale fehlen. Wir sind eine so sehr körperbetonte Sportart und dürfen uns jetzt aktuell quasi gar nicht berühren.“

Bereits während der Shutdown-Phase hat das Team über die digitalen Möglichkeiten versucht ein Mannschaftstraining aufrecht zu erhalten. Die Laufeinheiten wurden entsprechend selbstständig durchgeführt. „Man hat aber sehr schnell gemerkt, dass dem Team, das Team fehlt“, beschreibt der Co die Situation im März und April. „Die Entscheidung, den Spielbetrieb abzubrechen und dass es keine Absteiger gab, bringt uns die Möglichkeit noch ein weiteres Jahr in der 3. Handball-Bundesliga spielen zu dürfen. Das freut uns und hat in der ganzen tragischen Gesamtsituation auch etwas Gutes.“

 

 

Auflagen, Finanzen, etc. – die Planungen im Hintergrund

„Unsere allgemeinen Planungen sind aktuell so, dass wir theoretisch Anfang September spielfähig wären. Je nachdem natürlich, welche Auflagen noch kommen werden. Rein von unseren Planungen her, wäre ein Start ab dem 1. September möglich. Wir hoffen stark darauf, dass die Liga-Verantwortlichen sehen, welche Lasten, Kosten und Einnahmeeinbußen die aktuelle Lage mit sich gebracht und evtl. noch bringen wird. Ein Spielbetrieb ohne Zuschauer ist für uns wirtschaftlich nicht tragbar. Die Eintrittsgelder sind bei uns der wichtigste Bestandteil in der Budgetplanung einer Saison – gerade in der 3. Handball-Bundesliga. Ein elektronischer Kartenvorverkauf oder ein reglementierter Zutritt der Zuschauer wäre mit Kosten und Aufwand verbunden, die wir als Verein, in dem es nur ehrenamtliche Helfer gibt, nicht oder nur sehr schwer zu leisten“, erläutert der stellvertretende Abteilungsleiter Markus Taubert. „Als Sponsoringverantwortlicher freue ich mich aber sehr, dass der Großteil unserer Unterstützer weiterhin dabei sind und uns ihre Treue und Fördermittel zugesichert haben. Auch im wirtschaftlichen Sinne ist das natürlich für die Region ein sehr gutes Zeichen. Und: wir konnten sogar neue Sponsoren für uns begeistern und sind in weiteren vielversprechenden Gesprächen.“

 

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