Die Rollen vor dem Spiel waren klar verteilt: Während Blaustein als Tabellenletzter antrat, reisten die Gäste als Zweiter mit realistischen Aufstiegschancen in die Dritte Liga an – und genau so präsentierten sie sich auch von Beginn an.
Albstadt machte in den ersten Minuten unmissverständlich klar, wer das Spiel bestimmen würde. Mit hoher Qualität im Rückraum und viel Tempo im Angriff setzte der Favorit die Gastgeber sofort unter Druck. Zwar versuchte Blaustein, mit Einsatz und Durchschlagskraft dagegenzuhalten, doch insbesondere in der Defensive fanden die Hausherren zunächst keinerlei Zugriff. Immer wieder wurde die Abwehr überspielt oder schlicht überrannt. Bereits nach neun Minuten stand es 4:11 aus Sicht des TSV.
In der Folge gelang es Blaustein kurzzeitig, den Abstand etwas zu stabilisieren. Beim 9:16 blieb der Rückstand noch im Rahmen, ehe Albstadt erneut anzog und seine Überlegenheit konsequent ausspielte. Bis zur Halbzeit wuchs der Vorsprung auf deutliche 24:13 an – eine Vorentscheidung war damit praktisch gefallen.
Auch nach dem Seitenwechsel bot sich ein ähnliches Bild. Die Gäste fanden weiterhin zu leicht Lösungen gegen die Blausteiner Defensive. Immerhin konnte sich nun Nikolai Wolf, der Mitte der ersten Halbzeit für seinen Bruder Dominik Wolf ins Tor gekommen war, mehrfach auszeichnen und einige klare Chancen entschärfen. Dadurch gelang es dem TSV, den Rückstand zwischenzeitlich beim 20:30 auf zehn Tore zu begrenzen.
Offensiv stemmte sich Blaustein weiterhin gegen die Niederlage. Besonders Linus Bee mit sieben Treffern und Daniel Schmid mit acht Toren überzeugten mit Durchsetzungsvermögen und Treffsicherheit. Auch die eingesetzten A-Jugendlichen zeigten, dass sie sich nicht kampflos ergeben wollten, und setzten immer wieder mutige Akzente im Angriff.
Am Ende setzte sich jedoch die Klasse der Gäste durch. Gegen einen klar überlegenen, dabei aber stets fair auftretenden Gegner musste Blaustein eine deutliche 28:42-Niederlage hinnehmen.
Für den TSV geht der Blick nun nach vorne: In den verbleibenden zwei Wochen der Saison will sich die Mannschaft trotz der schwierigen Ausgangslage noch einmal kämpferisch und moralisch geschlossen präsentieren.














Bilder: Finn Linko




