Mit dem Start in den Sommer 2025 begann für die zweite Mannschaft des TSV Blaustein eine Saison, deren Ausgang bewusst offen war.
Neuer Trainer, veränderte Rollen innerhalb des Teams und eine neu strukturierte Liga bildeten den Rahmen für eine Entwicklung, die in dieser Form nicht selbstverständlich war.
Von Beginn an stand nicht allein der Tabellenplatz im Mittelpunkt, sondern die Frage, wie sich diese Mannschaft als Einheit präsentiert – in der Trainingsarbeit, im Umgang miteinander und in der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.
Werte wie Respekt, Leidenschaft, Teamgeist, Vereinsverbundenheit und die Freude am gemeinsamen Weg sollten die Grundlage bilden.
Am Ende dieser Saison steht mit 28:8 Punkten, 542 erzielten Toren und dem zweiten Platz in der Bezirksliga Oberschwaben-Ostalb ein starkes sportliches Ergebnis.
Entscheidend ist jedoch nicht nur die Platzierung, sondern vor allem die Entwicklung, die diese Mannschaft im Verlauf der Saison genommen hat.
Im Angriff übernahm Jannis Grasser mit 119 Treffern eine herausragende Rolle und machte in vielen Spielen den Unterschied. Unterstützt wurde er von Niklas Schmid, der mit Vielseitigkeit und Torgefahr überzeugte, sowie von Riccardo Matarrese, der sich im Rückraum zu einer konstanten und gefährlichen Größe entwickelte. Florian Hipp brachte besonders in wichtigen Phasen Stabilität und Athletik mit ein. Auch Emilio Elze stellte sich immer wieder in den Dienst der Mannschaft, übernahm Verantwortung auf und neben dem Feld, und prägte das Team UND den Verein nicht nur sportlich, sondern auch darüber hinaus.
Gleichzeitig entwickelte sich das gesamte Mannschaftsgefüge weiter. Theo Schnatenberg wuchs sichtbar in seine Rolle als Kapitän hinein und übernahm Verantwortung auf und neben dem Spielfeld. Max Bührle war und ist ein emotionaler Motor, während Pero Haller als ruhiger Pol wichtige Stabilität auch außerhalb des Spielfeldes einbrachte. Patrick Junge entwickelte sich vor allem in der Abwehr zu einer festen Größe. Raphael Bayram und Lars Melchers stärkten die körperliche Präsenz am Kreis und im Mittelblock. Luca Fritsche brachte Dynamik und Abschlussstärke ein, Jan Riedel immer wieder Tempo und Unberechenbarkeit im Eins-gegen-Eins. Moritz Weber zeigte nach einem längeren Auslandaufenthaltes sofort seine Qualität, während Finn Glück dem Team mit seiner Art und seiner Präsenz der Mannschaft zusätzliche Energie gab. Auch Finn Grasser war mit seiner außergewöhnlich hohen Trainingsbeteiligung und seiner Stabilität in der Abwehr ein wichtiger Baustein dieser Saison.
Auf der Torhüterposition trugen Kevin Kaiser, Timo Lung, Jakob Bundschu und auch Thomas Baumgart maßgeblich zum Erfolg der Mannschaft bei.
Spieler wie Nils Ruckgaber, Philipp Glocker, Elias Braun, Rafael Braun und Tim Graf brachten sich ebenfalls in das Teamgefüge ein – unabhängig von Anzahl der Spiele, Einsatzzeiten, ABER mit klarer Identifikation zur Mannschaft.
Ein wichtiger Bestandteil dieser Saison war auch die Arbeit im Trainerteam. Till Münzinger hat sich als Co-Trainer mit großem Engagement eingebracht – mit klaren Impulsen, ehrlichem Feedback und hoher Verlässlichkeit.
Die Saison verlief jedoch nicht ohne Rückschläge. Mick Grasser kämpfte sich nach schwerer Verletzung zurück, Simon Rapp und Niklas Schmid verletzten sich während der Saison auch schwer. Simon Schmucker, Felix Rakebrandt und Tobias Weiler mussten immer wieder mit Ausfällen und gesundheitlichen Rückschlägen umgehen. Auch Elias Braun und Felix Rühl waren nur eingeschränkt verfügbar.
Gerade in diesen Phasen zeigte sich aber, was diese Mannschaft ausmacht:
Der Zusammenhalt blieb bestehen. Niemand ging verloren. Jeder blieb Teil des Ganzen.
Ein wesentlicher Faktor in der vergangenen Saison war die Trainingskultur.
Über weite Strecken der Saison hinweg standen teilweise mehr als 25 Spieler im Training. Hervorzuheben sind unsere Torhüter. WIR hatten in 80 von 81 Trainingseinheiten IMMER einen Torhüter zwischen den Pfosten.
Diese Konstanz, diese Disziplin und diese Bereitschaft, gemeinsam zu arbeiten, sind keine Selbstverständlichkeit.
Sie ist Einstellung, ein Bekenntnis und die Grundlage dafür, dass aus einer Gruppe von Spielern eine Mannschaft geworden ist.
Und genau an diesem Punkt beginnt das, was diese Saison aus meiner Sicht besonders macht.
Denn stolz machen nicht nur Punkte, Tore oder Tabellenplätze.
Stolz macht vor allem, wie sich diese Mannschaft entwickelt hat.
Stolz macht, dass Spieler Verantwortung übernommen haben.
Stolz macht, dass aus Talent Verbindlichkeit geworden ist, aus Einzelnen ein Team und aus einer guten Gruppe eine Mannschaft mit Haltung.
Diese Mannschaft ist nicht nur „die TT“.
Sie ist ein wesentlicher Bestandteil dieses Vereins.
Ein Bindeglied zwischen Jugend, Aktivenbereich bis hin zur AH.
Sie ein Stabilitätsfaktor und gleichzeitig ein Vorbild für das, was in unserem Verein möglich ist.
Ihr Stefan Grasser




